Was kostet eine Website? Es ist die häufigste Frage der Branche und die am schwersten in einem Satz zu beantwortende. Beschreiben Sie dasselbe Vorhaben fünf Anbietern, und Sie erhalten ein Angebot im niedrigen dreistelligen Bereich und ein anderes im fünfstelligen. Diese Spanne ist selten Unseriosität: Website Kosten hängen vollständig davon ab, was jeder unter dem Wort «Website» versteht. Dieser Leitfaden zerlegt den Preis Posten für Posten — Design, Inhalte, Funktionen, Hosting, Wartung — damit Sie ein realistisches Budget aufstellen, wirklich vergleichbare Angebote gegenüberstellen und die versteckten Kosten einplanen können, an denen die meisten Projekte scheitern. Am Ende entscheiden nicht die schönste Demo und nicht der niedrigste Einstiegspreis, sondern die Gesamtkosten über drei Jahre und die Fähigkeit der Website, Anfragen oder Umsatz zu erzeugen.
Warum Angebote für Websites so stark auseinandergehen
Wenn zwei Anbieter auf dieselbe Anfrage mit Summen antworten, die um den Faktor zehn auseinanderliegen, haben sie fast immer zwei verschiedene Aufgaben verstanden. Der eine kalkuliert ein fertiges Template in Ihren Farben, gefüllt mit Texten, die Sie liefern. Der andere kalkuliert eigenständiges Design, Content-Produktion, individuelle Funktionen und laufende Betreuung. Solange der Leistungsumfang nicht schriftlich festgehalten ist, ist ein Preisvergleich wertlos.
- Der unausgesprochene Umfang. «Eine Website mit zehn Seiten» kann zehn unterschiedliche Seitenvorlagen bedeuten oder eine einzige Vorlage, zehnmal befüllt. Der Aufwand ist nicht vergleichbar.
- Inhalte enthalten oder nicht. Texterstellung, Fotografie und Übersetzung machen oft einen großen Teil des Budgets aus und fehlen in den günstigsten Angeboten regelmäßig.
- Der Grad der Individualisierung. Ein vorhandenes Theme anzupassen und eine eigene Bildsprache mit dedizierten Entwürfen zu entwickeln sind völlig unterschiedliche Aufwände.
- Was nach dem Livegang passiert. Ein Angebot kann mit der Übergabe enden oder Hosting, Wartung, Sicherheitsupdates und Support für einen festgelegten Zeitraum enthalten.
- Die Art des Anbieters. Freiberufler, strukturierte Agentur und Self-Service-Plattform haben völlig unterschiedliche Kostenstrukturen und Garantien.
Die echten Treiber hinter den Website Kosten
Ein seriöses Angebot liest sich wie eine Summe von Arbeitspaketen. Wer diese Pakete kennt, weiß genau, wofür er bezahlt, und vor allem, was er streichen kann, ohne das Ergebnis zu gefährden. Die folgende Aufschlüsselung ist deshalb kein Katalog von Extras, sondern die Checkliste, mit der Sie jedes Angebot lesen und nachverhandeln sollten — bevor Sie unterschreiben.
Die Zahl der Vorlagen, nicht der Seiten
Teuer ist nicht die Seite, sondern die Seitenvorlage. Startseite, Leistungsseite, Artikellayout, Produktdetailseite und Kontaktseite sind fünf Vorlagen, die gestaltet, umgesetzt und mobil getestet werden müssen. Dreißig weitere Seiten, die diese Vorlagen wiederverwenden, verändern die Produktionskosten kaum. Planen Sie Ihr Projekt deshalb in Vorlagen statt in Seiten: Das ist der wirksamste Budgethebel überhaupt.
Individuelles Design oder Template
Ein kommerzielles Theme, angepasst an Ihre Farben, Ihr Logo und Ihre Fotos, liefert ein solides Ergebnis zu einem Bruchteil des Preises. Eigenständiges Design — Art Direction, Entwürfe für jede Vorlage, Animationen, ein wiederverwendbares Komponentensystem — kann allein die Hälfte des Budgets binden. Maßarbeit lohnt sich, wenn Ihre Differenzierung tatsächlich über das Erscheinungsbild läuft. Sie lohnt sich deutlich weniger, wenn die Website vor allem informieren und Anfragen erzeugen soll. Eine ehrliche Zwischenfrage hilft: Würden Ihre Kunden eine andere Vorlage erkennen und deshalb abspringen — oder reicht eine klare, schnelle und vertrauenswürdige Seite?
Texterstellung und Übersetzung
Inhalte sind der Posten, den alle unterschätzen. Texte, die wirklich überzeugen, entstehen aus Interviews, Keyword-Recherche und mehreren Korrekturrunden. Kommen Sprachen hinzu, zahlen Sie die professionelle Übersetzung jeder Seite und zusätzlich die Anpassung von Beispielen, Maßeinheiten, Währungen und Rechtstexten. Eine weitere Sprachversion ist nie kostenlos, auch wenn die Plattform Mehrsprachigkeit technisch mühelos beherrscht.
Fotos und visuelle Elemente
Kostenlose Bilddatenbanken reichen manchmal aus, aber man erkennt sie und sie untergraben die Glaubwürdigkeit still und leise. Ein Fotoshooting von Team, Räumen oder Produkten ist eine einmalige Investition, die auch Social Media und Vertriebsunterlagen versorgt. Illustrationen, Icon-Sets, Diagramme und Video folgen derselben Logik: Jedes eigens für Sie produzierte Element ist eine eigene Budgetposition.
Die Funktionen
Hier explodieren die Zahlen. Ein Kontaktformular ist trivial. Eine mit dem Kalender synchronisierte Terminbuchung, Onlinezahlung, ein Mitgliederbereich mit Authentifizierung, ein Produktkatalog mit Lagerverwaltung oder eine Synchronisation mit Ihrem CRM sind echte Softwareprojekte, jeweils mit eigenem Test-, Sicherheits- und Wartungsaufwand. Jede Funktion erzeugt zudem laufende Kosten, die bei der Unterschrift meist niemand einrechnet. Schreiben Sie deshalb für jede Funktion drei Zeilen: einmaliger Bau, jährliche Lizenz oder Hosting-Anteil, und wer sie nach dem Launch pflegt. Fehlt eine dieser Zeilen, ist das Angebot unvollständig.
Barrierefreiheit und SEO-Arbeit
Barrierefreiheit ist längst kein dekoratives Extra mehr: Kontraste, Tastaturbedienung, semantische Struktur und Alternativtexte verlangen Sorgfalt ab dem ersten Entwurf und kosten erheblich mehr, wenn sie nachträglich eingebaut werden. Sichtbarkeit in Suchmaschinen funktioniert genauso: Saubere technische Grundlagen sind günstig, wenn sie von Anfang an eingeplant sind, während Keyword-Strategie, redaktionelle Produktion, interne Verlinkung und Rankingkontrolle eine fortlaufende Leistung mit eigener Budgetzeile sind.
Laufende Fixkosten, die niemand in die Tabelle schreibt
Eine Website ist kein Kauf, sondern ein verkapptes Abonnement. Selbst ein einwandfrei übergebenes Projekt verursacht jedes Jahr feste Ausgaben, und genau diese Zahlen entscheiden, ob das Vorhaben langfristig tragfähig bleibt.
- Die Domain. Einige zehn Euro pro Jahr je nach Endung, zuverlässig zu verlängern: Eine abgelaufene Domain kann von Dritten übernommen werden.
- Das Hosting. Von wenigen Euro monatlich für eine Unternehmenswebsite bis zu mehreren hundert für eine Anwendung mit Datenbank, echtem Traffic und geprüften Backups.
- Geschäftliche E-Mail-Postfächer. Pro Postfach und Monat abgerechnet, was mit wachsendem Team schnell ins Gewicht fällt.
- Das SSL-Zertifikat. Bei modernen Anbietern meist enthalten, gelegentlich aber separat berechnet: Prüfen Sie es im Angebot.
- Lizenzen und Erweiterungen. Premium-Theme, Buchungsmodul, Zahlungsanbieter, Newsletter-Tool: Jeder Baustein hat sein eigenes Jahresabo.
- Wartung und Sicherheit. Updates, Patches, getestete Backups und Monitoring sind nach dem Hosting der wichtigste laufende Posten.
- Die Webanalyse. Ein DSGVO-konformes Analysewerkzeug kann je nach Volumen und gewünschter Datenhoheit kostenlos oder kostenpflichtig sein.
Einmalige Ausgabe und Gesamtkosten über drei Jahre
Die richtige Vergleichsgröße ist nicht der Preis für den Livegang, sondern die Gesamtkosten über drei Jahre, also ungefähr die Lebensdauer einer Website bis zum Relaunch. Addieren Sie die Erstellungskosten, die laufenden Gebühren mal drei, die bereits absehbaren Weiterentwicklungen und die interne Zeit, die Ihr Team investieren wird. Ein sehr niedriges Startangebot in Verbindung mit teurer Wartung und tageweise abgerechneten Änderungen kostet am Ende regelmäßig mehr als ein zunächst höheres, aber vollständiges Angebot. Machen Sie diese Rechnung immer vor der Entscheidung: Sie entlarvt unausgewogene Angebote in wenigen Minuten. Wenn Sie die interne Zeit nicht schätzen können, setzen Sie wenigstens eine konservative Stundenpauschale an — sonst vergleichen Sie Äpfel mit Orangen.
Indikative Budgetspannen nach Projekttyp
Die folgenden Größenordnungen sind Gesprächsanker, keine Preisliste. Sie verschieben sich deutlich je nach Land, lokalem Lohnniveau, Erfahrung des Anbieters, Branche und vereinbartem Umfang. Dasselbe Vorhaben wird von Markt zu Markt sehr unterschiedlich kalkuliert. Nutzen Sie die Spannen, um Ihr Projekt einzuordnen, und lassen Sie anschließend Ihren tatsächlichen Umfang präzise kalkulieren.
- Onepager oder Landingpage. Von einigen hundert bis einigen tausend Euro, abhängig von Designtiefe und Content-Produktion. Eine Vorlage, ein Conversion-Ziel, minimale Funktionalität.
- Unternehmenswebsite für kleine Betriebe. Typischerweise einige tausend bis rund zehntausend Euro für fünf bis zehn Seiten, angepasstes Design und Kontaktformular.
- Content- und SEO-Website. Die Umsetzung entspricht ungefähr einer Unternehmenswebsite, doch die fortlaufende redaktionelle Produktion wird zum größten Posten und gehört ins Jahres- statt ins Projektbudget.
- Onlineshop. In der Größenordnung von zehntausend Euro aufwärts für einen einfachen Katalog und deutlich mehr, sobald Varianten, Lagerbestände, Logistik, Buchhaltungsanbindung und Marktplätze dazukommen.
- Webanwendung. Mehrere zehntausend Euro, sobald Benutzerkonten, Rollen, eine strukturierte Datenbank und fachspezifische Regeln nötig sind.
Bei wem Sie kaufen, verändert den Preis
Dasselbe Lastenheft ergibt sehr unterschiedliche Zahlen, je nachdem, wen Sie fragen. Es geht dabei nicht nur um Marge: Jedes Modell verkauft eine andere Mischung aus Zeit, Risiko und Garantien.
- Selbst bauen mit einem Baukasten. Die Ausgabe ist minimal, die tatsächlichen Kosten sind Ihre Zeit: Dutzende Stunden Einarbeitung und Layoutarbeit, die ehrlich bewertet gehören.
- Freiberufler. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und ein einziger Ansprechpartner, dafür Verfügbarkeitsrisiko und starke Abhängigkeit von einer Person bei der Wartung.
- Agentur. Interdisziplinäres Team, Methodik, Servicekontinuität und vertragliche Garantien, bezahlt über Strukturkosten, die im Angebot sichtbar werden.
- No-Code-Plattform oder KI-Generator. Die Produktionskosten brechen ein und die Umsetzung dauert Stunden statt Wochen; entscheidend werden die Klarheit Ihres Briefings und die Qualität Ihrer Inhalte.
- Internes Team. Sinnvoll, wenn die Website ein täglich genutztes strategisches Werkzeug ist, doch die Vollkosten einer Stelle liegen weit über dem Gehalt.
Versteckte Kosten, die Budgets sprengen
Überschreitungen entstehen fast nie durch die Entwicklung selbst. Sie entstehen durch alles, was zu Beginn niemand kalkuliert hat. Planen Sie diese Posten ausdrücklich ein — oder streichen Sie sie bewusst aus dem Scope — sonst zahlen Sie sie später teurer und unter Zeitdruck.
- Schleichende Umfangserweiterung. Jedes «wenn wir schon dabei sind» kostet Arbeitstage und verschiebt den Start, mit einem brutalen Kumulationseffekt.
- Inhalte, die nie entstehen. Eine fertige Website, die monatelang auf Texte und Fotos wartet, ist gebundenes Kapital ohne jede Rendite.
- Die Migration vom alten Auftritt. Inhalte übernehmen, Weiterleitungen planen und erreichte Suchpositionen sichern ist ein eigenes Projekt und fehlt häufig im Angebot.
- Relaunch alle drei Jahre. Wenn jede Weiterentwicklung bedeutet, von vorn zu beginnen, bezahlen Sie dieselbe Website mehrfach, statt eine wachsen zu lassen.
- Technische Schulden. Ein Stapel ungepflegter Erweiterungen macht irgendwann jede kleine Änderung riskant, und Risiko wird immer zu Kosten.
- Schulung und Übergabe. Wenn intern niemand eine Seite bearbeiten kann, wird jedes Komma zur abrechenbaren Leistung.
Ein Briefing schreiben, das vergleichbare Angebote bringt
Der wirksamste Weg, Website Kosten zu steuern, sind zwei Seiten Rahmenbeschreibung, bevor Sie überhaupt jemanden kontaktieren. Ein präzises Briefing senkt die Preise, weil es Unsicherheit beseitigt, und Unsicherheit ist genau das, was jeder Anbieter als Sicherheitsmarge einpreist. Schicken Sie dasselbe Briefing an alle Anbieter und verlangen Sie eine Antwort in denselben Posten: Design, Inhalte, Funktionen, Migration, Wartung. Nur dann sind die Zahlen vergleichbar.
- Das geschäftliche Ziel. Was die Website konkret erzeugen soll: Anfragen, Buchungen, Verkäufe, Bewerbungen.
- Die Liste der Vorlagen. Zählen Sie die erwarteten Seitentypen auf statt einer Gesamtzahl an Seiten.
- Die unverzichtbaren Funktionen. Trennen Sie klar, was zum Start nötig ist, von dem, was in einer späteren Phase kommen kann.
- Die Verantwortung für Inhalte. Legen Sie fest, wer schreibt, wer fotografiert und wer übersetzt, sonst nimmt jede Seite an, die andere übernehme es.
- Sprachen und Barrierefreiheit. Benennen Sie beides im Briefing: Es sind strukturelle Anforderungen, keine Optionen am Projektende.
- Das Leben nach der Übergabe. Fragen Sie ausdrücklich nach den jährlichen Kosten für Wartung, Hosting und Weiterentwicklung über drei Jahre.
- Das Eigentum. Lassen Sie schriftlich festhalten, dass Domain, Zugänge und Inhalte Ihnen gehören, und klären Sie, was mit dem Code geschieht.
Budget und geschäftliche Wirkung gegeneinander abwägen
Ein Website-Budget lässt sich nicht abstrakt bewerten, sondern nur im Verhältnis zum Wert einer eingehenden Anfrage. Bringt ein Kunde einige hundert Euro Deckungsbeitrag, muss eine Website für zehntausend Euro einen stetigen Anfragestrom erzeugen, um sich zu rechtfertigen. Ist ein einziger Abschluss mehrere zehntausend Euro wert, kehrt sich die Rechnung vollständig um. Beantworten Sie vor der Entscheidung drei Fragen: Was ist ein Kunde wert, wie viele Anfragen muss die Website monatlich erzeugen, um die Investition zurückzuholen, und wie realistisch ist diese Schwelle in Ihrem Markt.
Diese Betrachtung führt fast immer zum selben Ergebnis: Besser eine schlankere, aber saubere Version schnell veröffentlichen, messen, was tatsächlich passiert, und dann in das investieren, was funktioniert. Eine perfekte Website, die neun Monate zu spät kommt, kostet weit mehr als die Differenz zwischen zwei Angeboten, schlicht weil sie neun Monate lang nichts erwirtschaftet hat.
Die teuersten Fehler bei der Budgetplanung
- Automatisch das günstigste Angebot nehmen. Ein auffällig niedriger Preis signalisiert fast immer reduzierten Umfang oder Arbeit, die still zu Ihnen zurückwandert.
- Eine Website bezahlen, die niemand pflegt. Ohne Update-Budget und ohne benannte Verantwortung verfällt der Auftritt und verliert binnen Monaten an Wert.
- Ohne Webanalyse starten. Ohne Daten lässt sich weder feststellen, ob die Investition etwas gebracht hat, noch wohin der nächste Euro gehört.
- Domain und Zugänge nicht besitzen. Eine auf den Dienstleister registrierte Domain macht aus einem Routinewechsel eine Verhandlung.
- Alles ins Design und nichts in die Inhalte stecken. Eine schöne Website mit leeren Seiten konvertiert nicht und rankt nicht.
- Das erste Betriebsjahr vergessen. Hosting, Wartung und kleine Verbesserungen gehören schon in dem Moment eingeplant, in dem die Kaufentscheidung fällt.
Wie Cadrant die Kostenrechnung verändert
Cadrant setzt beim schwersten Posten an: der Produktionszeit. Sie beschreiben in natürlicher Sprache die Website oder Anwendung, die Sie brauchen, und die Plattform erzeugt eine vollständige Web- oder Mobile-Anwendung samt Supabase-Datenschicht, veröffentlicht auf Ihrer eigenen Domain. Einstiegspreis und Zeit bis zum Livegang wechseln die Größenordnung, und spätere Änderungen bestellen Sie im Gespräch statt per Auftrag.
- Von Wochen der Produktion zu einer funktionierenden ersten Version in wenigen Stunden.
- Vorlagen, Abschnitte und Inhaltsstruktur erhalten, ohne vor einer leeren Seite zu sitzen.
- Echte Funktionen einbauen — Konten, Formulare, strukturierte Daten — ohne tageweise abgerechnete Individualentwicklung.
- Auf der eigenen Domain veröffentlichen und die Kontrolle über Inhalte und Zugänge behalten.
- Die Website laufend weiterentwickeln, was den kompletten Relaunch hinausschiebt und die Gesamtkosten glättet.